Die Geschichte des Hauses
DIE ERÖFFNUNG am 14.12.2001 - Burghausen

Das QUADROSCOPE - Stadtkino Burghausen öffnet nach 1-jähriger Bauzeit seine Pforten in der Marktler Straße 17. Der Traum vom hochmodernen "Kinodampfer" in der Stadtmitte ist dank großartiger Unterstützung der Stadt Burghausen, allen voran ihr 1. Bürgermeister Hans Steindl und die Fraktionen im Stadtrat, Wirklichkeit geworden.
Ausgangspunkt war das Bestreben, den gewachsenen Ansprüchen des Publikums hinsichtlich Komfort und Technik gerecht zu werden; der fortschreitenden Entwicklung der Projektions- und Tontechnik, die so in den bestehenden Kinos weder verfügbar noch realisierbar war, ein definitives Zuhause zu bieten; und natürlich den Filmen die den Regisseuren, Produzenten, Schauspielern, kurz dem gesamten Filmteam, alles abverlangen, die Projektion zu ermöglichen, die der Vorstellung ihrer Anstrengungen hinsichtlich der Bildwiedergabe und der Tonmischung am nächsten kommt.
DIE WURZELN
Im Sommer 1984 trafen sich in der legendären Diskothek Troja in Altötting Daniela Mayer und Attila Kovacs zum ersten mal. Der Sohn des Altöttinger Kinobesitzers und die Tiefbauzeichnerin bei der Stadt Burghausen entdeckten außer der Liebe füreinander auch das gemeinsame Interesse am Film. Als sich im März 1990 die Gelegenheit für die Übernahme der Kinos in Burghausen bot, packten sie die Gelegenheit beim Schopf. Seit dem 29. März 1990 waren sie Pächter des Anker-Filmtheaters am Stadtplatz und des Burgtheaters in der Robert-Koch-Straße. Nach einer aufwändigen Renovierung des Anker-Filmtheaters wurde Burghausen immer mehr zum Ort von aktuellen Filmstarts. Aber auch das außergewöhnliche hielt Einzug in Burghausen. So wurde, auf Initiative von Evelyn Steindl und ihrem Mann, dem frischgewählten Bürgermeister Burghausens, Hans Steindl, zusammen mit der Kleinkunstkooperative, die Reihe "Der besondere Film" im Burgtheater wiederbelebt.
Das "phantastische Filmfest" 1991 hinterließ nicht nur bei seinem Publikum spuren. Neben zahlreichen Artikeln in der Lokalpresse fanden sich auch in überregionalen Zeitungen Nachwirkungen auf das teilweise skandalöse Treiben in Burghausen. Zahlreiche Veranstaltungen folgten, u. a. ein Dokumentarfilmfest mit den damals noch unbekannten österreichischen Filmemachern Ulrich Seidl und Michael Glawogger. Der Autorenfilmer Wolf Gaudlitz war Gast eines Filmgesprächs mit "Taxi Lisboa" im Anker, der Kabbarettist Sigi Zimmerschied zeigte seinen Film "Schartl", der Münchner Andreas Lechner kam mit seinem "Star" Richard Rigan zur Aufführung seines Films "Schmetterlinge der Nacht".
Sicher einer der Höhepunkte war die Welturaufführung von "Nach Fünf Im Urwald". Regisseur Hans-Christian Schmid kam seitdem immer wieder mit den Darstellern seiner aktuellen Filme nach Burghausen, um sie in seinem Lieblingskino zu präsentieren.
Nachdem das Burgtheater den technischen Anforderungen immer weniger Entsprach und eine Renovierung undurchführbar war, entschlossen sich Daniela Mayer und Attila Kovacs zum Bau des QUADROSCOPE.